Nacktes Sein

…Das nackte Sein ist wie ein Fluss. Der Fluss liebt die großen und kleinen Steine in seinem Flusslauf. Er schmiegt sich liebend an sie, ohne Abstand, mal sanft, mal heftig. Und im umgarnt werden vom Wasser, verändern die Steine nach und nach ihre Form. Der Fluss nimmt die Essenz der Steine, die Mineralien auf, vereinigt sich. Neues Leben kann entstehen.

Das ist das Spiel der Liebe. Wie der Fluss macht diese Liebe vor nichts halt. Und
manchmal nimmt sie sich einfach was ihr eh gehört. Sie ist Eins ohne ein Zweites.
…und das bist Du mein Herz, all Das.

„Nicht du bist der da lebt,
denn das Geschöpf ist tot.
Das Leben das in dir dich Leben macht ist
Gott.“
Angelus Silesius

(aus: Gesang der Hingabe)

Eins in DIR

Das Erscheinen von Bewusstsein ist der zu Grunde liegende Same der Welt. Saat, Keimung, Wachstum, Blüte, Reife und die Hingabe in Mutter Erde ist Eins in Bewusstsein. Eins in dem zu Grunde liegenden Feuer der geheimnisvollen Wurzelenergie an der Basis jeder Erscheinung. Eins im Samenkorn, der unbegrenzten Weite aller Möglichkeiten. Eins im Aufkeimen der Liebe im Schoß der dunklen Mutter aller Wesen. Eins im Wachstum, genährt vom Feuer unbändiger Kraft. Eins im Erblühen, dem Ort innigster Innigkeit, jenseits von Raum und Zeit. Eins in der Reife, in der das Auge des Herzens die offene Weite des weglosen Weges in sich selbst erblickt, eins in DIR. Eins in Hingabe in dich Selbst, Du mein Herz.

Berg der Gnade

…Du allein existierst, o Herz, Glanz des Bewusstseins. In Dir wohnt eine wundersame Kraft, die ohne Dich nicht existieren kann. Aus ihr (dieser Kraft der Manifestation) entsteht, zusammen mit dem Wahrnehmenden, eine Reihe subtiler, schattenhafter Gedanken. Sie werden inmitten des Wirbels des gegenwärtigen Schicksals (Prarabdha) vom reflektierten Licht des Geistes erhellt, erscheinen innen als das schattenhafte Schauspiel der Welt und werden außen als Welt sichtbar, die wir durch die fünf Sinne wahrnehmen wie ein Film, der durch eine Linse auf die Leinwand projiziert wird. Ob wir sie (die Gedanken) nun wahrnehmen oder nicht, sie existieren nicht getrennt von Dir, o Berg der Gnade.

Shri Ramana Maharshi

Höchstpersönlich

Herr Keiner, Herr Niemand und Herr Doof wohnen in einem Hochhaus. Keiner wohnt ganz oben, Doof in der Mitte und Niemand ganz unten. Eines Tages schauen alle drei aus dem Fenster. Keiner spuckt Doof auf den Kopf. Herr Doof geht empört zur Polizei und berichtet: „Keiner hat mir auf den Kopf gespuckt und Niemand hat es gesehen.“ Darauf der Polizist: „Sind sie doof?“ Herr Doof: „Ja, höchstpersönlich.“

(Ein Witz aus der Kindheit)

…dieses eine Herz

…dieses eine Herz, das Herz aller Herzen, alles umarmend was auftaucht und zugleich in die Tiefe zurückkehrt. In diesem Herz und von diesem Herz ausgehend treffen wir uns, und tanzen in dem Rhythmus des einen ungetrennten Herzens als DAS in der Liebe und jenseits davon.